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Drei Plettenberger on tour – Dawid Pieper mit Nora und Dirk Jansen beim Schachturnier in Lingen
Geschrieben von: Dirk Jansen   
Montag, den 26. Juni 2017 um 15:06 Uhr

Für mich war am Freitagmittag erst das Verbandsturnier zu Ende gegangen und nicht wenige hielt mich für …. , weil ich am gleichen Tag noch ein 5-rundiges Turnier in Lingen antreten wollte. Doch war dieses Turnier lange geplant und dass Dawid mit mir und Nora ein Turnier spielen kann, kommt halt nicht oft vor, also müssen solche Methoden manchmal sein. Nachdem das Verbandsturnier ja sehr mager gelaufen war, rechnete ich mir selbst nicht so besonders viel aus.

Die erste Runde lief bei uns dreien sehr gut. Dawid und ich waren noch in den Eröffnungszügen, da hatte Nora ihren erst 9-jährigen Gegner bereits mattgesetzt. Nach einem stressigen Tag kann das Turnier schlechter beginnen. Auch mein Gegner, Mathias Gehrke, überließ mir rasch einen Bauern und die Initiative im Holländer und so konnte ich die Partie in gut zweieinhalb Stunden recht schnell für mich entscheiden. Dawid brauchte gegen Markus Dehlert zwar länger, war aber mit seiner Leistung bei seinem Sieg sehr zufrieden.

In der zweiten Runde bekam Nora in ihrem B-Turnier gleich den topgesetzten Lars ter Stal zugelost. Im ausgeglichenen Mittelspiel kam Nora aber zu einer Bauerngabel und konnte eine Figur gewinnen. Als ter Stal dann noch seinen Turm verlor, dauerte es bis zum Matt nicht mehr lange. Dieser Sieg ist umso höher zu gewichten, als ter Stal alle anderen Partien gewann!

Ich musste gegen Niklas Brinkers ran, der in der ersten Runde den an 14 gesetzten Uwe Stoy bezwungen hatte. In einem scharfen Gambit spielte er ungenau und ich konnte schnell eine Figur allerdings gegen drei Bauern erobern. Nach zähem Mittelspiel gelang mir dann durch ein Springermanöver die entscheidende Abwicklung, in der ich einen wichtigen Bauern eroberte und ins Endspiel abwickeln konnte, das ich dann sicher gewann.

Dawid kam gegen Maximilian Wensing nicht über ein Remis hinaus und wähnte sich in der Endstellung sogar im Nachteil.

Bis zur Nachmittagsrunde war nicht viel Zeit, etwas essen und dann noch vorbereiten – das ist der Nachteil an einem solchen Turnier.
Nora spielte wieder an 1, dieses Mal gegen Heinrich Siemer und stand sehr schnell klar auf Verlust. Doch ihr Gegenüber versäumte die entscheidenden Züge und schlug an falscher Stelle einen Läufer zurück, anstatt weiter anzugreifen. Nora nutzte die Gelegenheit befreite sich unter Materialgewinn und konnte auch diese Partie am Ende sogar gewinnen! Nachdem sie immer mal wieder aus guten Stellungen heraus noch verloren hatte, durfte das nun auch mal passieren.

Dawid kam gegen Philip Schulze-Schwering leider wieder nicht über ein Remis hinaus – er hatte eine schwierige Stellung auf dem Brett, wo es mit Schwarz schwierig war, auf Vorteil zu spielen.

Ich selbst musste gegen GM Lev Gutman ran. In der Eröffnung spielte ich etwas zu konkret, so dass er klare Angriffsziele bekam. Ich verteidigte nicht gut genug und geriet so entscheidend in Nachteil und musste schließlich aufgeben.

Nach einem gemeinsamen gemütlichen Abend beim Griechen starteten wir in den letzten Tag. Dawid gelang dabei ein schöner Sieg gegen Johann Meier, bei dem er geschickt einige Felderschwächen nutzte und die Qualität gewann und schließlich auch das Spiel.
Nora spielte wieder an Brett 1 gegen den DWZ-losen Mike Schmidt, der aber ein starker Spieler war. Die beiden DWZ-losen des B-Turniers belegten am Ende Platz 1 und 2, wobei der Zweitplatzierte noch vor zwei Jahren mit über 1600 im A-Turnier spielte. Da stimmt irgendwas im System nicht.

Nora spielte sehr gut mit, verlor aber den e-Bauern. In der Folge spielte Schmidt die Partie recht sauber herunter.
Ich musste gegen Dawids Gegner aus der Vorrunde ran. Nach einer Stunde und 16 Zügen hatte ich ihn in einer wilden Partie matt gesetzt. Für den Zuschauer sehenswert, aber natürlich von zu vielen Fehlern meines Gegenübers begünstigt.

In der letzten Runde konnte Nora sich einen Platz unter den ersten Dreien sichern. Ein Sieg gegen den gleichstark eingestuften Andreas Rombusch wäre nötig gewesen. Nora spielte lange Zeit wahrscheinlich ihre stärkste Partie, erzwang Felderschwächen und gewann auch eine Figur. Als ihr Gegner aber einen Bauern in Noras Königsstellung gewinnen konnte, nahm sie das Remisgebot an, weil ihr nicht klar war, wie sie noch im Gewinnsinne fortsetzen sollte. So wurde sie aber am Ende gute 6. und konnte sogar 50€ mit nach Hause nehmen.

Dawid machte gegen Dennis Webner nach gut 2 Stunden remis – die Stellung hatte noch einige Dynamik in sich, aber Dawid sah offensichtlich keinen Gewinnplan mehr.
Ich selbst hatte es mit dem 18-jährigen Thorben Weist zu tun. In einem zähen Mittelspiel im Skandinavier konnte ich ein subjektiv minimal besseres Endspiel abtauschen, die Remisbreite jedoch war sehr groß. Doch ich versuchte alles – in einem Doppelturmendspiel hatte ich Druck auf dem d-Bauern, konnte in dieser Phase aber geschickt die h-Linie öffnen. Ich zog einen Turm auf die h-Linie und als Weist schließlich fehlgriff, wickelte ich in ein gewonnenes Bauernendspiel ab. Letztlich ein schöner Sieg, weil er für mich eher untypisch war im Zustandekommen.

Mit 4/5 konnte ich so auch noch auf einen Preis hoffen, doch es gab 7 Spieler mit 4 Punkten und nur 6 Preise. Ich war der 7. – mit einem halben Buchholzpunkt zu wenig und dabei der Erkenntnis, dass mein Erstrundengegner nur einen Punkt geholt hatte und den kampflos. Und kampflose Punkte zählen in der Buchholz-Wertung nur als halber Punkt. Hätte Gehrke nur eine Partie regulär gewonnen, hätten sich die 4 Punkte gelohnt – aber so kann ich immerhin ein kleines ELO-Plus mit nach Hause nehmen. Nora macht sogar ca. 60 Punkte gut! Dawid hatte aufgrund des geringen Gegnerschnitts leichte Verlust hinzunehmen.

Fazit: Lingen war wieder eine Reise wert. Die Besetzung war nicht so gut, bei mir vier, bei Dawid alle Gegner unter 2000, das zeigt, dass die Gegnerschaft auch nicht so stark war. Dennoch ein nettes Turnier, das man noch mal spielen kann!

 
Verbandseinzelmeisterschaften – zweiter Teil
Geschrieben von: Dirk Jansen   
Montag, den 26. Juni 2017 um 14:57 Uhr

Das Märchen von der Chance auf den Verbandstitel

Es sollte ein Märchen bleiben! Nach 2,5 Punkten aus 3 Partien schrieb ich einen Bericht nach der Hälfte des Turniers. Dass ich nach 6 Runden immer noch bei 2,5 Punkten stehen würde, hätten selbst die kühnsten Pessimisten nicht vermutet. Es waren vermutlich drei meiner schlechtesten Schachtage in Folge.

In der vierten Runde war ich gegen Joshua Eckardt gelost worden, der mit 2/3 schlechter gestartet war als ich, aber nominell der stärkste Spieler des Feldes war. Ich bereitete mich intensiv vor auf Holländisch mit 2. Lg5. Doch was nützt die ganze Vorbereitung, wenn man bereits im 5. Zug zwei Züge der eigenen Vorbereitung vertauscht, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was dies zu bedeuten hat. Statt e3 ging nun e4 und es sollte eine völlig andere Partie werden. Psychologisch leicht angenockt, versuchte ich mein Bestes, geriet aber zusehends in eine sehr defensive Stellung. Meinen Springer, den ich im 5. Zug eigentlich nach f6 ziehen sollte, zog ich die ganze Partie nicht mehr. Ohne Rochade und mit sehr wenig Entwicklung fühlte ich mich dem Untergang geweiht.

Um zu zeigen, wie ich mich gefühlt habe, hier die Stellung nach 16. Dd3. Nach 16. … c6 17. Le6 b6 18. 0-0 gab ich auf. Die Dame schien gefangen (war sie gar nicht), ich hatte keine sinnvollen Züge mehr. Die Stellung war auch (nur) +2,5 für Weiß – Aufgabe war durchaus okay. Aber in der gezeigten Stellung gleicht Sf6 völlig aus, wenn Weiß nicht sogar schon schlechter steht. Ich dachte ich gehe auf den weißen Feldern platt, aber 17. Sxf6 Lxf6 18. Dxg6+ Kd8 19. Df5 wird mit Lxc3+ 20. Kf1 Dxa4 beantwortet und plötzlich hat Weiß einen schlechten König (wie ich auch), einen Bauern weniger und es droht Tg8. Fritz schätzt die Position dann mit 0,8 für Schwarz ein. Joshua und ich hatten das beide nicht gesehen und als ich ihm die Analyse zeigte, waren wir beide frustriert… Manchmal sollte man den PC einfach auslassen.

In der 5. Runde ging es daran, das Turnier mit einem Weiß-Sieg gegen Jens Dickel zu retten. Meine Vorbereitung auf Caro-Kann war nach 1. e4 c5 schon vorbei und es kam die Drachen-Variante aufs Brett. Zwar hatte ich mich mit dem jugoslawischen Angriff beschäftigt, fühlte mich da aber nicht fit genug und spielte Lg5 und Lb5+, wie immer, um schnell in eine Stellung zu gelangen, wo ich keine Idee hatte, wie man weiter spielt. Jens hatte diese Ahnung und entwickelte am Brett einige großartige Pläne, denen ich absolut gar nicht entgegenzusetzen hatte. Dass er den schwarzfeldrigen Läufer auf c3 geben würde, hatte ich kaum in Erwägung gezogen. Den „gibt man ja nicht“, dachte ich. De facto war er in der konkreten Stellung und rechnete völlig zu Recht, dass es hier aber sehr wohl gut war. Nach einigen starken Zügen und weiteren guten Ideen gab ich auf mit dem Gefühl, selten ohne Chance so zerlegt worden zu sein.

Mit 2,5/5 meinte ich dann, dass ich das Turnier durch einen Sieg gegen einen schwächer einzuschätzenden Gegner noch einigermaßen erträglich gestalten könnte. Doch hatte Jürgen Messarius auch nicht sein bestes Turnier erwischt und stand mit 3/5 ebenfalls schon abgeschlagen vor der letzten Runde und so musste ich mit Schwarz gegen ihn spielen. Dieses Spiel war für mich geprägt davon, dass ich abends beim Turnier in Lingen aufschlagen wollte zusammen mit meiner Frau und Dawid Pieper und ein sehr langes Spiel Stress bedeuten würde.

Jürgen spielte statt, wie immer e4, gegen mich Sf3, um mir nach der Partie zu sagen, ich sei ihm sympathisch, weil ich zu meinem f5 stehen würde, das ich dann gespielt habe. Er aber zog lieber nicht e4, wie sonst immer… was sollte mir das sagen?
Es kam wie es kommen musste – ich spielte ungenau, verlor einen Bauern, rette mich aber in ein remisliches Endspiel, was hätte aus Jürgens Sicht gar nicht so weit kommen müssen. Natürlich waren wir auch die letzte die gespielt haben. Mit Minusbauer und Läufer gegen Springer war kaum etwas drin. Als ich meinte, die Figuren tauschten zu können, weil ich das Bauernendspiel halten könne, war das korrekt, aber genau genommen war mir das egal, ich wollte einfach fertig werden. Doch mein Gefühl war richtig, die Stellung war remis, wenn man etwas mehr nachgedacht hätte. Ich zog den König sofort falsch und die Stellung war platt.
Insgesamt war es ein von Kai Lück sehr gut geführtes Turnier. Kai war oft übervorbereitet – so hatten die Namensschilder sogar eine Graphik der DWZ-Entwicklung der letzten 10 Turniere. An der Pinnwand hingen die letzten 10 Auflagen aus Hachen, in der letzte Runde gab es ein detaillierte Prognose für alle Spieler, wie sich die DWZ bei welchem Spielergebnis ändern würde. Rundenberichte mit allen Partien nach jeder Runde in Papierform und später digital waren klar. Eine laminierte Urkunde mit Foto aller Teilnehmer rundete alles ab. Besser geht es nicht. Leider wird meine erste Auflage dieses Turnieres die letzte des Verbands in Hachen gewesen sein, da NRW plant, die NRW-Meisterschaften in ein Open zu integrieren, so dass die Qualifikation dafür wegfällt. Ohne diese Qualifikation haben die Meisterschaften in dieser Form zu den für den Verband durchaus hohen Kosten keine Daseinsberechtigung mehr. Wie sich das weiterentwickeln wird, wird sich zeigen.

 
Verbandseinzelmeisterschaften vom 19.-23.Juni in Hachen – eine Halbzeitbilanz
Geschrieben von: Dirk Jansen   
Dienstag, den 20. Juni 2017 um 20:28 Uhr

Drei von sechs Runden sind bei meiner ersten Verbandseinzelmeisterschaft gespielt. Mit 2,5/3 kann ich durchaus zufrieden sein. Gemeinsam mit Stefan Arndt führe ich zurzeit im gut besetzten Teilnehmerfeld, in dem es durchaus schon bemerkenswerte Ergebnisse gab. Allein in der ersten Runde gab es von acht Partien gleich vier Remisen. Nach der zweiten Runde gab es nur noch drei Spieler, die mehr als 1 Punkt hatten. Kurios!

Ich selbst hatte es in der ersten Runde mit Altmeister Günther Ronczkowski zu tun. Es wurde ein zähes Ringen im Holländer, in dem ich eine Weile brauchte, um Ausgleich zu bekommen. Nach einem ungünstigen Springerzug seinerseits konnte ich plötzlich aktiv spielen, gewann eine Qualität und später nach einigen taktischen Verwicklungen das Spiel – nach der nicht idealen Eröffnung war ich froh, dass das gut gegangen war.
Nachdem es gestern gut 27°C im Spielraum waren, konnte man heute Morgen bei etwas frischeren Temperaturen ans Brett. Ich spielte gegen Thomas Windfuhr. Noch im Januar konnte ich ihn im Staunton-Gambit recht zügig schlagen und so eine Vorentscheidung im Rennen um den Bezirkstitel herbeiführen. Dieses Mal hatte ich aber Weiß, was meines Wissens noch nie da war.
Ich hatte das Französische Flügelgambit vorbereitet, war aber auch auf das Ablehnen vorbereitet. Tatsächlich lehnte er es dann mit b6 ab. Nach einer Ungenauigkeit meinerseits revanchierte er sich kurz darauf und ich konnte seine Rochade verhindern und den König auf f8 zwingen. Im weiteren Verlauf spielte Thomas dann zu meinem Glück etwas ungenau und stellte schließlich die Partie durch das Schlagen eines Schach sagenden Springers komplett ein, so dass der zweite Punkt im Kasten war.

Stefan Arndt hatte parallel Jürgen Messarius geschlagen, so dass Stefan und ich die einzigen mit zwei Punkten waren und nur Michael Meinhardt war es gelungen nach seinem gestrigen Remis die zweite Runde gegen Christian Midderhoff zu gewinnen.
Nach guter Vorbereitung überraschte mich Stefan im Dreispringerspiel doch mit einem seltenen Manöver. Ich gewann, wie üblich in dieser Variante, einen Bauern, doch er hatte gutes Gegenspiel. Nach einigen umsichtigen Konsolidierungszügen bot Stefan mir Remis, was ich gerne annahm, da die Stellung nur über viele Stunden hinweg zu gewinnen gewesen wäre.
Mittwoch geht es nun gegen den topgesetzten Joshua Eckardt, der aber schon zwei Remisen abgegeben hat gegen vermeintlich deutlich Schwächere.

Ergebnisse, Tabellen und weitere Informationen zum Turnier gibt es hier.

 
Dawid Pieper gewinnt 2. Offenes Blitzschachturnier am Pfingstmontag
Geschrieben von: Dirk Jansen   
Montag, den 05. Juni 2017 um 20:30 Uhr

Es war ein abwechslungsreicher Nachmittag in vielerlei Hinsicht. Parallel zum anstehenden Schachturnier fand auf dem benachbarten Sportplatz ein Freundschaftsspiel zwischen dem TuS Plettenberg und einer Traditionsmannschaft des FC Schalke 04 statt. Bei tollem Wetter waren so nicht nur die Bratwürstchen auf unserer Terrasse Anziehungspunkt zwischen den Runden und in den zwei längeren Pausen, von denen nur eine geplant war.

Nach 11 Runden zog es der PC zwecks eines Updates vor sich selbst herunterzufahren und durch eine Unachtsamkeit der Turnierleitung waren damit leider auch die bisherigen 11 Runden verloren. So musste alles noch einmal eingegeben werden, was möglich war, da zum Glück alle Runden ausgedruckt worden waren. Alle Teilnehmer zeigten sich aber nachsichtig und geduldig, so dass kein Stress aufkam.

Doch nun zum Turnier: Mit 25 Teilnehmern war es etwa so besetzt wie im Vorjahr, doch war die Qualität deutlich höher. Allein 7 Spieler mit einer Wertungszahl jenseits der 2000 versprachen eine gute Qualität. Die neu eingeführten Ratingpreise für <1800 DWZ und <1500 DWZ motivierten viele vermeintlich schwächere Spieler zudem. In der Jugendklasse waren leider nur 3 Spieler vertreten, so dass nur ein Jugendpreis ausgeschüttet werden konnte. Doch mit den starken Jugendlichen Adrian Deleré aus Emsdetten sowie Jonas Jahrke aus Katernberg ergab sich ein spannender Zweikampf um den Jugendpreis, bei dem beide Kontrahenten, obwohl sie am Ende nur einen halben Punkt auseinanderlagen, nicht gegeneinander spielen mussten – kurios. Am Ende hatte Adrian Deleré mit eben diesem halben Punkt die Nase vorn und konnte so mit 30€ nach Hause fahren.

In der Klasse <1500 DWZ machte knapp Till Stoltmann aus Lüdenscheid das Rennen, punktgleich und nur durch die Buchholzwertung knapp vor Alexander Kunz aus Hohenlimburg. Jamel Hellwig gelang ein starker 8. Platz und konnte manchen Favoriten ärgern und den Zweitplatzierten André Becker direkt in der ersten Runde ein Bein stellen. So konnte er zu Recht den Ratingspreis <1800 DWZ für sich verbuchen. Beide gewannen 25€.

An der Spitze ging es von Anfang an sehr eng zu. Gewann der topgesetzte Frank Bellers die ersten vier Runden sicher, verlor er in Runde 5 denkbar knapp auf Zeit gegen Dawid Pieper, der nur noch einen Bauern hatte. Im weiteren Verlaufe musste Bellers sich noch drei weitere Male geschlagen geben, remisierte einmal und kam so mit 10,5 Punkten auf den 4. Platz, knapp vor Lokalmatador Max Bouaraba, der genauso wie der starke vereinlose Spieler Mark McAdam 10 Punkte aufwies. Stefan Wickenfeld aus Recklinghausen belegte mit 9 Punkten Platz 7.
Nach einem starken Turnier erreichte Michael Loemker, genau wie die Vereinskameraden Frank Bellers und Burkard Heuermann aus Herford angereist, mit 11 Punkten den dritten Platz.
Schon einige Runde vor Schluss war klar, dass der Turniersieg sich zwischen Dawid Pieper und André Becker aus Velmede-Bestwig entscheiden würde. Als Mark McAdam in der 10. Runde André Becker schlagen konnte, ließ Pieper nichts mehr anbrennen gewann am Ende mit 13 Punkten vor Becker mit 12,5 Punkten.

Insgesamt war auch dieses Turnier erfolgreich und es wird sicher im kommenden Jahr fortgeführt, allerdings ist der Modus sicher überdenkenswert. 15 Runden Schweizer System bei 25 Teilnehmern führen dazu, dass die wichtigsten Partien um den Turniersieg in den Runden 4-10 stattfinden und sich das Turnier nach hinten etwas zieht. Wir werden sehen, ob wir hier etwas nachjustieren können.


v.l. Stoltmann, Loemker, Deleré, Hellwig, Pieper, Becker

Das Endklassement:

1.

Dawid Pieper

Svg. Plettenberg

13

2.

André Becker

SV Velmede-Bestwig

12,5

3.

Michael Loemker

SF Herford

11

4.

Frank Bellers

SF Herford

10,5

5.

Max Bouaraba

Svg. Plettenberg

10

6.

Mark McAdam

Vereinslos

10

7.

Stefan Wickenfeld

Recklinghausen 09

9

8.

Jamel Hellwig

SG Lüdenscheid

8

9.

Manfred Nölke

Svg. Plettenberg

8

10.

Adrian Deleré

Turm Emsdetten

8

11.

Thomas Windfuhr

SG Lüdenscheid

7,5

12.

Jonas Jahrke

SF Katernberg

7,5

13.

Burkard Heuermann

SF Herford

7,5

14.

Christian Midderhoff

SF Neuenrade

7,5

15.

Marek Maniocha

Svg. Plettenberg

7,5

16.

Vladimir Dolgopolyj

MS Halver-Schalksmühle

7

17.

Till Stoldtmann

SG Lüdenscheid

7

18.

Alexander Kunz

Turm Hohenlimburg

7

19.

Dirk Aßmann

Vereinlos

6,5

20.

Mirek Skapski

Svg. Plettenberg

6

21.

Marcel Sorol

Svg. Plettenberg

6

22.

Viktor Wolf

Svg. Plettenberg

4,5

23.

Christian Meinking

Svg. Plettenberg

4,5

24.

Roland Krämer

Svg. Plettenberg

4*

25.

Philip Bouaraba

Svg. Plettenberg

1

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 06. Juni 2017 um 19:29 Uhr
 
Manfred Nölke ist Stadtmeister 2016
Geschrieben von: Manfred Nölke   
Freitag, den 30. Dezember 2016 um 10:00 Uhr

Die Plettenberger Schachstadtmeisterschaft wurde in diesem Jahr von Anfang Oktober bis zum 19. Dezember entschieden. Der Vorstand erhoffte sich durch eine Verlegung vom ehemaligen Spieltag am Freitag, auf montags, eine höhere Teilnehmerzahl als in den letzten Jahren. Leider war das nicht der Fall. Nur Neun Spieler meldeten sich darum den Titel zu gewinnen. Durch arbeitsbedingte Schichtdienste und damit eine Anzahl kampfloser Ergebnisse wirkt die Endtabelle etwas verzerrt. Nach Meldung der Spieler war klar, dass sich drei der Teilnehmer ernsthafte Chancen auf den Titel machen durften. Neben dem Topfavoriten Marc Schulze waren das der mehrfache Bezirksmeister Marek Maniocha und der mehrfache Stadtmeister vergangener Jahre Manfred Nölke. Das Los wollte es so, dass Maniocha gleich in den ersten beiden Runden gegen seine beiden Hauptkonkurenten  antreten musste. Schulze und auch Nölke hielten ihn aber in Schach und gewannen jeweils, sodass er schon jetzt aus dem Rennen war. In den weiteren Runden folgten jeweils meist Favorietensiege. Sehr schwer machte es hier allerdings Mirek Skapski, denn ihm gelang es sowohl Maniocha als auch Nölke an den Rand der Niederlage zu bringen, aber jeweils nur ein Remis aus seinen vorteilhaften Stellungen zu holen. Auch Victor Wolf spielte ein gutes Turnier und brachte den ein oder anderen, der vor ihm Platzierten, schwer ins Schwitzen. Das Glück war ihm nicht holt und so landete er zum Ende auf Platz vier. Nach sieben gespielten Runden sollte es so zu einem echtem Endspiel kommen. Marc Schulze hatte alle seiner sieben möglichen Punkte sammeln können. Manfred Nölke war ihm mit 6,5 Punkten auf den Fersen. Es ging also um alles. In einer weit ausgearbeiteten Variante hoffte Schulze, Nölke mit einer Neuerung überrumpeln zu können. Nölke konterte aber zuvor und konnte so den Sieg an sich heften. Eine wirklich sehenswerte Partie! So ging der Titel mal wieder an einen der Oldies. Sicherlich wird das nicht wieder so schnell passieren, denn die Jugend rückt stärker denn je nach.

Der Endstand.

1. Manfred Nölke 7,5

2. Marc Schulze 7

3. Marek Maniocha 5,5

4. Victor Wolf 5

5. Mirek Skapski 4,5

6. Christian Meinking 1,5

7-9 Ekkehart Arnodi Marcel Sorol und Frank Wichmann die jeweils 1 Punkt holen aber nicht alle Partien bestritten.

 

 
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